Unsere Geschichte

Wie alles
begann.

Die Geschichte von MENTOR Overath beginnt nicht mit einem fertigen Verein, sondern mit einer Lesestunde, der Begeisterung für die 1:1-Förderung und dem Wunsch, diese Erfahrung mit anderen Menschen zu teilen.

Die Geschichte von MENTOR Overath begann mit einer persönlichen Erfahrung – und mit dem Wunsch, diese Erfahrung mit anderen zu teilen.

Eine Idee wird zum Verein.

Wie alles begann

Ein persönlicher Bericht von Heinz Pfennings

Im Jahr 2019 las ich im Kölner Stadt-Anzeiger einen Artikel über die Leseförderung an Grund- und weiterführenden Schulen. Das Thema sprach mich sofort an. Ich meldete mich bei Mentor Rösrath und erhielt ein Informationspaket mit einem Mitgliedsantrag. Dem Verein erklärte ich jedoch, dass ich einen Antrag erst unterschreiben würde, wenn ich wüsste, was mich tatsächlich erwarten würde.

Daraufhin wurde ein Hospitationstermin an einer Grundschule in Bensberg vereinbart. Die Lesestunde beeindruckte mich sehr. Das Leuchten in den Augen der Kinder und die besondere Atmosphäre der 1:1-Förderung überzeugten mich sofort. Ich konnte mir gut vorstellen, diese Aufgabe selbst zu übernehmen und meldete mich zu einem Einführungskurs bei der AWO in Köln-Mülheim an. Mentor Rösrath führte zu diesem Zeitpunkt noch keine eigenen Einführungskurse durch.

Bevor ich jedoch teilnehmen konnte, kam Corona. Das öffentliche Leben stand plötzlich still und auch die Leseförderung an den Schulen wurde eingestellt.

Nachdem das Leben langsam wieder anlief, besuchte ich im August 2021 schließlich den Einführungskurs. Wir trugen Mund-Nasen-Masken, saßen mit 1,5 Metern Abstand an Einzeltischen und alle spürten, dass diese Zeit außergewöhnlich war.

Nach Abschluss des Kurses konnte es endlich losgehen. Ich meldete mich erneut bei Mentor Rösrath und erhielt ein Angebot für Bensberg. Da ich jedoch in Overath wohne, fragte ich nach, ob eine Leseförderung nicht auch an einer Grundschule in Overath möglich sei. Der Vorstand nahm Kontakt mit der Schulleitung auf und ich konnte dort meine erste Lesestunde am 2.9.2021 durchführen.

Die wichtigsten Stationen

2019

Der erste Kontakt.
Ein Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger weckt das Interesse an der Leseförderung.

2019

Hospitation in Bensberg.
Die Atmosphäre der 1:1-Förderung überzeugt und der Entschluss zur Mitarbeit reift.

2021

Einführungskurs.
Nach der Corona-Unterbrechung kann die Ausbildung im August 2021 endlich stattfinden.

02.09.2021

Die erste Lesestunde in Overath.
Nach der Kontaktaufnahme mit einer Overather Grundschule beginnt die Leseförderung vor Ort.

danach

Der Wunsch nach mehr.
Die Erfahrung zeigt, wie groß der Bedarf ist – und der Wunsch entsteht, weitere Menschen für die Aufgabe zu gewinnen.

Startschuss

Die Idee eines eigenen Vereins.
Aus dem Wunsch, die Leseförderung in Overath auszubauen, entsteht die Idee, einen eigenen Verein zu gründen.

heute

MENTOR Overath.
Die Geschichte wird von vielen engagierten Menschen gemeinsam weitergeschrieben.

Von Anfang an machte mir diese Aufgabe große Freude. Ich sah die Begeisterung der Kinder für die 1:1-Förderung und erkannte gleichzeitig, wie groß der Bedarf an individueller Leseförderung war. Für mich war dies genau die ehrenamtliche Aufgabe, nach der ich gesucht hatte – eine Aufgabe, bei der ich Lebenserfahrung weitergeben und gleichzeitig einen kleinen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten konnte.

Mir wurde schnell klar, dass ich diese Freude nicht für mich behalten wollte. Ich wollte auch anderen Menschen ermöglichen, diese bereichernde Erfahrung zu machen und gemeinsam noch mehr Kindern eine individuelle Leseförderung zu schenken.

„Ich wollte diese Freude nicht für mich behalten.“

Nach kurzer Zeit erhielt ich von Mentor Rösrath eine Liste der Lesementorinnen und Lesementoren, die bereits vor Corona an der Grundschule tätig gewesen waren. Von ihnen konnte ich lediglich unsere Hella Mombauer wieder für die Leseförderung gewinnen. Endlich hatte ich jemanden, mit dem ich mich austauschen und von dessen Erfahrung ich profitieren konnte.

Zwei Lesementoren reichten für die Grundschule jedoch bei Weitem nicht aus. Deshalb bat ich Mentor Rösrath, einen Artikel speziell für Overath im Kölner Stadt-Anzeiger zu veröffentlichen. Als dies nicht geschah, bot ich an, den Artikel selbst zu schreiben. Die Antwort lautete, dies sei ausschließlich Aufgabe des Vorstands. Da ich mich damit nicht zufriedengab, erhielt ich schließlich den Vorschlag, doch in Overath einen eigenen Verein zu gründen.

Das war der Startschuss für MENTOR Overath.

Aus dem Wunsch, mehr Kindern eine individuelle Leseförderung zu ermöglichen, entstand die Idee eines eigenen Vereins.

Auch in Overath fanden sich Menschen, die sich als Lesementor engagieren wollten. Schwieriger war es jedoch, die acht Gründungsmitglieder zu finden, die zur Vereinsgründung erforderlich waren. Noch schwieriger war es, neben mir zwei weitere Vorstandsmitglieder zu gewinnen, denn wir starteten mit einer klassischen Standardsatzung, die drei Vorstandsmitglieder vorsah.

Was wir damals noch nicht wussten

Uns allen war damals nicht bewusst, welche Erwartungen, welche Verantwortung und welcher zeitliche Aufwand mit einer Vereinsgründung verbunden sind. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass wir diese Aufgabe erheblich unterschätzt hatten.

Nach und nach schieden zwei Vorstandsmitglieder aus dem Vorstand aus. Ich war plötzlich wieder allein und der Verein nach damaliger Satzung handlungsunfähig.

Diese Erfahrung führte später zu einer Änderung unserer Satzung. Heute kann der Verein im Bedarfsfall auch von einem Vorstandsmitglied geführt werden. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass dies eine Dauerlösung sein soll. Dafür sind die Aufgaben unseres Vereins inzwischen viel zu umfangreich geworden.

Von der Gründung zur heutigen Organisation

Nun kennt Ihr den Weg, der zur Gründung unseres Vereins geführt hat. Vielleicht wird dadurch auch verständlich, warum es mir wichtig war, einen Entwurf für ein Leitbild und Organisationshandbuch zu erarbeiten.

Unser Verein ist seit seinen Anfängen gewachsen. Mit diesem Wachstum sind neben der unmittelbaren Leseförderung weitere Aufgaben hinzugekommen. Das Leitbild und Organisationshandbuch schafft heute Orientierung über unsere Zusammenarbeit, Aufgaben und Verantwortlichkeiten.

Aus einer Lesestunde wurde eine Idee – aus der Idee wurde MENTOR Overath.

Und die Geschichte geht weiter.

Aus den Erfahrungen dieser Entwicklung entstand später der Wunsch, unser gemeinsames Verständnis, unsere Werte und unsere Verantwortlichkeiten in einem Leitbild und Organisationshandbuch festzuhalten.

Unser Selbstverständnis →

Die Geschichte geht weiter.

Heute engagieren sich bei MENTOR Overath viele Menschen gemeinsam für die Leseförderung von Kindern. Vielleicht werden auch Sie Teil dieser Geschichte.

Ein Kind. Ein Mensch. Eine Chance.
Lesementor:in werden →